Selbstbestimmte geschlechtsaffirmierende Hormontherapien und schadensmindernde Ansätze
Text: Alva Seltmann Jürgensen, Luce deLire, Lydia Schneider-Reuter, Noma Michel, Feli Sühs, Mirjam Faissner
Illustration: Manuel Funk
In einem Gesundheitssystem, in dem trans Personen häufig auf systematische Barrieren und Diskriminierung stoßen, müssen Do-it-yourself Hormonersatztherapien (DIY-HRT) als Symptom begriffen werden, die als verbreitete Umgangsstrategie mutmaßlich so lange bestehen bleiben werden, wie es solche Barrieren gibt. Zugleich sind sie aber auch zu begreifen als Ausdruck von Selbstbestimmung oder Community-Praxis. Wir danken den Autor*innen für den Überblick und diese perspektivische Einordnung.
Terminologie
Wir verwenden den Begriff ›DIY-HRT‹ aufgrund seiner größeren Bekanntheit in der Community. Um den Aspekt der Selbstbestimmung bei den hier beschriebenen Praktiken zu zentrieren, wäre der Begriff »selbstbestimmte geschlechtsaffirmierende Hormontherapien« eine gute Alternative.
Die geschlechtsaffirmierende Gesundheitsversorgung wird weltweit zunehmend in rechten Kulturkämpfen instrumentalisiert. Dies verstärkt die in Studien gut belegte alltägliche Diskriminierung von trans und nicht-binären Personen im Gesundheitssystem (FRA, 2020), die Unsicherheiten beim Zugang zu Medikamenten sowie den Wunsch nach körperlicher Selbstbestimmung. Do-it-yourself Hormonersatztherapien (DIY-HRT), also Praktiken von Hormonersatztherapien teilweise oder vollständig außerhalb institutioneller Settings, sind dabei ein weit verbreiteter Weg, mit dieser Situation umzugehen (Kennedy et al., 2022). In diesem Artikel geben wir einen Überblick über das Phänomen, der auf der bislang verfügbaren Literatur sowie auf Hintergrundworkshops mit Anwender*innen von DIY-HRT und Behandler*innen basiert. Weiterhin geben wir Behandler*innen schadensmindernde Ansätze für die Praxis an die Hand, die aus medizinethischer Perspektive gut begründet werden können.
Geschlechtsaffirmierende Gesundheitsversorgung ist für viele trans und nicht-binäre Personen entscheidend für eine Verbesserung der Lebensqualität. Studien belegen ihren positiven Einfluss auf viele relevante damit verbundene Gesundheitsoutcomes, wie eine Verringerung von Depression, Angstzuständen und Suizidalität (Baker et al., 2021; Saxby et al., 2026). Dieser Versorgungsansatz ist auch in den einschlägigen nationalen und internationalen Leitlinien verankert (AWMF, 2019; Coleman et al., 2022).
»DIY-HRT« beschreibt ein Spektrum verschiedener Praktiken. Was als DIY verstanden wird, variiert je nach örtlichem oder kulturellem Kontext. Zwei Achsen, die im Allgemeinen maßgeblich sind, sind zum einen der Grad der medizinischen Supervision und zum anderen die Art der Herstellung der verwendeten Substanzen: Auf der einen Seite des Spektrums steht die Behandlung durch medizinisches Fachpersonal mit industriell hergestellten Substanzen; auf der anderen Seite steht eine selbst durchgeführte Behandlung mit selbst hergestellten Substanzen ohne medizinische Begleitung. Zur Illustration schildern wir verschiedene Fälle, die zeigen, wie vielfältig DIY Praktiken sein können:
- Beispiel 1: W verliert im Urlaub den Rucksack und kontaktiert ein lokales trans Netzwerk, woraufhin ihm ein Peer Testosteron zur Nutzung überlässt.
- Beispiel 2: X lebt in Malaysia und kauft freiverkäufliche estrogenhaltige Tabletten in einer Drogerie und nimmt diese ohne institutionelle Begleitung ein. X informiert sich in Onlineforen über Dosierungen und mögliche Nebenwirkungen.
- Beispiel 3: Y lebt in einem Land, in dem injizierbare Estradiol-Ester nicht verschreibungsfähig sind. In Absprache mit der begleitenden Endokrinologin kauft Y injizierbare Estradiol-Ester, die von Peers selbstständig hergestellt wurden.
- Beispiel 4: Z injiziert verschriebenes Testosteron. Z halbiert die Testosterondosis, ohne die behandelnde Ärztin darüber in Kenntnis zu setzen.
In Fällen von starker institutioneller Restriktion von geschlechtsaffirmierender Gesundheitsversorgung kann DIY-HRT die einzige Möglichkeit sein, diese Form der Therapie wahrzunehmen (Kennedy et al., 2022). Einer Studie aus den USA zufolge nutzten vor allem trans Frauen DIY-HRT in Situationen ökonomischer und sozialer Marginalisierung, zum Beispiel Personen ohne Krankenversorgung, ohne Wohnsitz oder in der Sexarbeit tätige Personen (Olansky, 2024). Doch auch wenn eine medizinisch begleitete Therapie prinzipiell erreichbar ist, ist die Nutzung von DIY-HRT häufig eine Antwort auf erlebte Diskriminierung im Gesundheits- und Sozialsystem (August-Rae et al., 2024; Coleman et al., 2022; Kennedy et al., 2022; Welty, 2025). Dazu gehören ein Mangel an qualifiziertem und kulturell kompetentem Gesundheitspersonal, lange Wartezeiten, hohe Gesundheitskosten, komplexe Bürokratie oder eine mangelnde Wahl an Therapieoptionen.1 Trans Personen müssen häufig um ihre eigene Gesundheitsversorgung kämpfen, Gesundheitspersonal eigenständig über die Lage und Optionen von trans Personen im Gesundheitssystem aufklären. In der Folge verzögern oder vermeiden sie mitunter Behandlungen aufgrund erlebter Diskriminierung (Richter et al., 2026). Diese Erfahrungen lassen DIY-HRT als das »geringere Übel« erscheinen, wobei Risiken bewusst in Kauf genommen werden. Teilweise würden Nutzer*innen dabei eine diskriminierungsfreie institutionelle Begleitung der Selbstmedikation vorziehen. Von manchen Menschen wird DIY-HRT schließlich auch als ein Ausdruck von körperlicher Autonomie und Selbstbestimmung wahrgenommen – analog zumSchlagwort »My body – my choice« (August-Rae et al., 2024; Welty, 2025). Insbesondere die Expertise und Begleitung durch Peers in Communityräumen werden dabei von trans Personen geschätzt (Welty, 2025).

Demgegenüber werden in der medizinischen Literatur vorrangig potenzielle Risiken von DIY-HRT diskutiert (Metastasio et al., 2018; Rotondi et al., 2013). Es wird angenommen, dass unerwünschte Wirkungen bei DIY-HRT häufiger auftreten könnten als unter ärztlich begleiteter HRT, dass mögliche Organschäden – beispielsweise Leberfunktionsstörungen oder metabolische Veränderungen – später erkannt werden und dass ohne fachliche Begleitung das Risiko von Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten erhöht sein könnte (Kennedy et al., 2022; Metastasio et al., 2018; Rotondi et al., 2013; Winter and Doussantousse, 2009). Weitere diskutierte Risiken betreffen Komplikationen im Zusammenhang mit Injektionen, insbesondere bei unsachgemäßem Nadelgebrauch, sowie Infektionen und die Verwendung kontaminierter Präparate mit unklarer Dosierung oder Zusammensetzung. Für den deutschsprachigen Raum gibt es bisher keine Erhebungen zu Risiken von DIY-HRT. In unseren Hintergrundworkshops mit Anwender*innen von DIY-HRT und begleitenden Ärzt*innen wurde keine Häufung von negativen Auswirkungen berichtet – dabei handelt es sich allerdings um anekdotische Evidenz.
Zusammenfassend kann DIY-HRT weitgehend als Symptom eines Systems begriffen werden, in dem trans Personen viel zu häufig auf systematische Barrieren und Diskriminierung stoßen. Solange diese Barrieren fortexistieren, wird auch DIY-HRT als verbreitete Umgangsstrategie bestehen bleiben. Daraus ergibt sich die Frage, wie Gesundheitspersonal mit DIY-HRT umgehen sollte.
Umgang als Gesundheitspersonal
Zunächst hängt die Bewertung aller medizinischen Maßnahmen von einer sorgfältigen Einschätzung ihres Risiko-Nutzen-Profils ab. Der erste Schritt einer medizinischen Beratung von DIY-HRT-Anwender*innen könnte darum ein Gespräch über Nutzen und potenzielle Risiken darstellen. Die Tatsache, dass viele Personen DIY-HRT als Reaktion auf erlebte Diskriminierung im Gesundheitswesen wählen, unterstreicht die Wichtigkeit einer empathischen, diversitätssensiblen und nicht-stigmatisierenden Kommunikation. Viele trans Personen achten in Gesprächen mit Gesundheitspersonal sehr genau darauf, ob sie Zeichen von Offenheit und Kompetenz im Umgang mit Transgeschlechtlichkeit wahrnehmen, bevor sie solche Themen ansprechen, um sich vor negativen Reaktionen zu schützen (Hempeler et al., 2024; Quadflieg et al., 2025). Behandelnde sollten sich darum vor Augen führen, dass DIY-Nutzende häufig frühere Verletzungen in Gesundheitsinstitutionen erlebt haben, und daher eine möglichst angenehme und wertschätzende Gesprächssituation herstellen.
Als zweiter Schritt ist festzuhalten, dass Nutzen und Kosten von DIY-Praktiken durch unterschiedliche Maßnahmen beeinflusst und das Risikoprofil entsprechend signifikant verändert werden kann. Hierfür bieten sich insbesondere schadensmindernde Ansätze an.
Schadensmindernde Ansätze
Schadensmindernde Ansätze sind dadurch charakterisiert, dass sie die Risiken einer Praktik minimieren wollen, ohne notwendigerweise eine Verhaltensänderung oder Reduktion der Praktik zu erwarten. Sie sind insbesondere in Bezug auf die Nutzung von illegalisierten Drogen etabliert (UNODC, 2024; WHO, 2025). Auch im Umgang mit DIY-HRT haben sie einen wichtigen Stellenwert. Historisch haben sich schadensmindernde Ansätze vor allem in Graswurzelbewegungen und Community-basierten Strukturen entwickelt. Bereits seit den 1940er Jahren existieren in den USA von trans BIPoC Personen organisierte Initiativen, die geschlechtsaffirmierende Unterstützung leisten und Strategien zur Risikominimierung bereitstellen (Gill-Peterson, 2022; Lighthouse Learning Collective, n.d.). Auch in den europäischen Wohlfahrtsstaaten wurden geschlechtsaffirmierende Behandlungen häufig durch Peer-Netzwerke und Einzelpersonen erkämpft. Diese Entwicklungen vollzogen sich oft gegen ein etabliertes Medizinsystem, das auf trans Personen zunächst mit Psychiatrisierung, Aversions- und Konversionspraktiken reagierte (Slagstad, 2022).
Schadensmindernde Ansätze werden von der WHO im Umgang mit DIY-HRT empfohlen (WHO, 2022) und aktuell primär von NGOs umgesetzt. Zum Beispiel bietet die Community-basierte NGO Trans Harm Reduction verschiedene Angebote für DIY-Anwender*innen in Irland und Schottland an, wie die Bereitstellung von Materialien für sichere Injektionen oder das Testen von Hormonpräparaten (https://transharmreduction.org/). Weiterhin bieten manche Community-basierte NGOs Trainings für Gesundheitspersonal an. Solche Trainings können ein Schritt sein, um die genannten Hürden und Diskriminierungserfahrungen abzubauen, eigene Kenntnisse über trans Lebensrealitäten, bevorzugte Formen der HRT, oder eine Community-orientierte Sprache zu erweitern und Vertrauen aufzubauen (Faissner und Günther, 2026; Schneider-Reuter et al., 2025). Darüber hinaus können sich Ärzt*innen durch folgende beispielhafte Maßnahmen aktiv an der Schadensminderung beteiligen:
- Bestimmung von Blutwerten der Geschlechtshormone (u.a. Estradiol, Testosteron), um Dosisanpassungen zu ermöglichen, sowie die Bestimmung relevanter Risikoparameter (z.B. Hämatokrit bei Einnahme von Testosteron, Leberparameter bei oraler Estrogentherapie). Eine umfassende Auflistung findet sich in aktuellen einschlägigen Leitlinien (AWMF, 2026; Coleman et al., 2022)
- Anleitung zu sicherer subkutaner oder intramuskulärer Selbstinjektion und Beratung zu verwendeten Materialien
- Beratung zu möglichen Wirkungen der eingenommenen Medikamente, zur sicheren Lagerung, und zu möglichen Arzneimittelinteraktionen
- Sofern gewünscht, Beratungen zu institutionell begleiteten Möglichkeiten der geschlechtsaffirmierende Gesundheitsversorgung: Zum Beispiel kann die Kassenverschreibung von Estrogenvalerat-Injektionslösungen eine Alternative zu DIY-HRT sein, wenn der Wunsch nach dieser Therapieoption der auslösende Faktor für die DIY-Nutzung ist
- Wenn möglich (ggf. institutionell verankern): chemisch-analytische Tests von mitgebrachten Substanzen auf Inhalt und Kontamination
- Austausch mit Peer-Netzwerken pflegen und herstellen
Schadensmindernde Ansätze erkennen die Hürden an, mit denen trans Personen im Gesundheitssystem häufig konfrontiert sind, und können real zum Wohlergehen von trans Personen beitragen. So argumentieren wir auch in einer medizinethischen Analyse, die wir aktuell vorbereiten (Faissner et al., in Vorbereitung). Eine unterstützende und nicht-stigmatisierende Begleitung kann dazu beitragen, bestehendes Misstrauen gegenüber dem Gesundheitssystem abzubauen und die institutionelle Anbindung von trans und nicht-binären Menschen zu stärken. Umgekehrt besteht das Risiko, dass eine ablehnende Haltung gegenüber DIY-Praktiken Enttäuschung und Misstrauen verstärkt und dadurch die Inanspruchnahme gesundheitlicher Versorgung erschwert. Auch bei bestehender Anbindung kann eine wahrgenommene Ablehnung dazu führen, dass Anwender*innen Informationen über selbstgesteuerte Dosierungen oder Einnahmeintervalle zurückhalten, was die gemeinsame Einschätzung möglicher Risiken erschwert (Baker et al., 2023).
Neben den genannten schadensmindernden Ansätzen kann (und sollte) Gesundheitspersonal darauf hinwirken, bestehende Hürden im Gesundheitssystem abzubauen. Dies kann zunächst in der eigenen Praxis starten. Zum Beispiel können Ärzt*innen auf die Notwendigkeit einer Kostenübernahmebescheinigung durch die Krankenkasse vor Beginn einer HRT verzichten. Obwohl einzelne Krankenkassen nach einem Bundessozialgerichtsurteil von 2023 (Zeichen B 1 KR 16/22 R) Regressforderungen anstrengen, können diese mit Blick auf die einschlägigen medizinischen Leitlinien leicht zurückgewiesen werden. Eine vorherige Kostenübernahmebescheinigung wiederum läuft für Patient*innen auf eine Prüfung durch den Medizinischen Dienst hinaus. Diese folgt einer eigenen, restriktiven Begutachtungsanleitung (MDS, 2020), die die Hürden für Patient*innen stark erhöht.
Darüber hinaus kann sich Gesundheitspersonal organisieren, sich Gesundheitswissen zu trans Gesundheitsversorgung aneignen und kollektiv Hemmungen gegenüber der Behandlung von trans Personen abbauen. Hierfür eignet sich ein Zusammenschluss in lokalen Netzwerken für geschlechtsaffirmierende Behandlungen. Trotz der seltenen Berücksichtigung von geschlechtlicher Diversität in klinischen Studien sind viele Alltagsentscheidungen für Gesundheitspersonal pragmatisch lösbar, zum Beispiel:
Welche geschlechtsbezogenen Krebsvorsorgeuntersuchungen sollte eine trans oder nicht-binäre Person erhalten?
Je nach vorliegender Anatomie: eine Person mit durch östrogendominanten Hormonstatus gewachsener Brust sollte die Brustkrebsvorsorge wahrnehmen; wenn ein Gebärmutterhals oder eine Prostata vorhanden ist, sollten die zugehörigen Vorsorgeuntersuchungen durchgeführt werden.
Wie sind Risikoscores mit binärem Geschlechtsparameter zu interpretieren?
Im Zweifel werden mehrere Risikoscores mit unterschiedlichen Parametern berechnet, um einen Risikobereich angeben zu können.
Berufspolitische Ziele
Ein übergeordnetes berufspolitisches Ziel sollte aus unserer Sicht sein, uns gegen die reaktionäre Politisierung der geschlechtsaffirmierenden Gesundheitsversorgung für trans Personen zu wehren. Vielleicht kann das gelingen, wenn wir uns vor Augen führen, dass geschlechtsaffirmierende Gesundheitsversorgung für cis Personen in der Regelversorgung verankert ist (Schall und Moses, 2023). Beispiele für die medizinische Anwendung von HRT bei cis Personen sind Estrogentherapien in der Menopause oder Testosterontherapien für cis Jungen mit später Pubertät. Hormonblocker im Jugendalter kommen überwiegend bei Kindern mit vorzeitiger Pubertät zum Einsatz. Auch Fertilitätserhalt ist ein Thema für cis Personen – z.B. im Kontext der Behandlung von Krebserkrankungen. Und für Gesichtshaarwuchs bei cis Frauen gibt es eine eigene Diagnose – Hirsutismus –, die Geschlechtsdysphorie auslösen und eine Indikation für die Haarentfernung sein kann.
Letztlich kann Schadensminimierung neben einem medizinethisch empfohlenen Vorgehen im Kontext von DIY-HRT auch breiter verstanden werden: als die Verantwortung von Gesundheitspersonal, eine angemessene Gesundheitsversorgung für alle sicherzustellen.
- In einer älteren Befragung in den USA berichteten über ein Viertel der trans Personen, dass ihnen Gesundheitsversorgung im Allgemeinen bereits verweigert worden war, etwa ein Fünftel berichteten von Beleidigungen durch Gesundheitspersonal und 7,8% berichteten, bereits körperliche Gewalt durch Gesundheitspersonal erlebt zu haben (Lambda Legal, 2010). ↩︎
Der Text wurde von einem partizipativen Forschungsteam verfasst, das gemeinsam zum Thema DIY-HRT forscht. Das Projekt wird durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) im SFB 1665
»Sexdiversity« gefördert.
Alva Seltmann Jürgensen ist Ärztin und Naturwissenschaftlerin, forscht zu Reproduzierbarkeit und Diversitätsmedizin und ist aktuell am Institut für Angewandte Optik und Biophysik an der Friedrich-Schiller-Universität Jena tätig.
Luce deLire ist Philosophin und forscht unter anderem zu Themen der politischen Philosophie und trans Philosophie, aber auch zur Metaphysik der Unendlichkeit sowie zu künstlerischer Ästhetik. Sie war zuletzt wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Humboldt Universität, Berlin, sowie Gastdozentin an den Universitäten Tübingen, Köln und an der Universität für angewandte Kunst in Wien.
Lydia Schneider-Reuter absolvierte einen Master in International Gender Studies an der Ruhr-Universität Bochum und ist aktuell hauptberuflich in der offenen Jugendarbeit mit Schwerpunkt auf trans*, inter* und nicht-binären Jugendlichen aktiv.
Noma Michel ist weiß, nicht-binär, arm und kämpft ohne Lohnarbeitsverhältnis für eine selbstbestimmte Gesundheitsversorgung.
Feli Sühs hat einen Europäischen Masterabschluss in Psychologie der globalen Mobilität, Inklusion und Vielfalt in der Gesellschaft der Universität Limerick und ISCTE-IUL Lissabon und ist im Bereich der Harm Reduction aktiv.
Mirjam Faissner ist Bioethikerin mit Hintergrund in Medizin und Philosophie. Sie arbeitet als Professorin für Theorie und Ethik der Biowissenschaften an der Universität zu Lübeck.
Referenzen
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