Gemein­sa­me Erklä­rung: Aus­gren­zung scha­det uns allen

13.02.26

Mit gro­ßer Sor­ge beob­ach­ten wir, dass Maß­nah­men der Gesundheits‑, Sozi­al- und Migra­ti­ons­po­li­tik Ungleich­hei­ten ver­schär­fen. Statt die­sen wirk­sam ent­ge­gen­zu­tre­ten, wer­ten eini­ge Politiker*innen mit popu­lis­ti­schen Äuße­run­gen gan­ze Bevöl­ke­rungs­grup­pen ab. Als Beschäf­tig­te im Gesund­heits- und Sozi­al­we­sen sehen wir uns in beson­de­rer Ver­ant­wor­tung. Wenn Politiker*innen und ande­re öffent­li­che Stim­men grund­le­gen­de Wer­te wie Men­schen­rech­te und Sozi­al­staat­lich­keit in Fra­ge stel­len, dür­fen wir nicht schwei­gen.

Unse­re Arbeit basiert auf der Unan­tast­bar­keit der Men­schen­wür­de. Wir ver­sor­gen und bera­ten Men­schen unab­hän­gig von Her­kunft, Geschlecht, Alter, Reli­gi­on, Ein­kom­men, sozia­lem Sta­tus oder sexu­el­ler Ori­en­tie­rung. Viel­falt ist für uns kein Schlag­wort, son­dern auch in unse­rem Kolleg*innenkreis geleb­te Rea­li­tät. Sie stärkt unser Gesund­heits­sys­tem und unse­re Gesell­schaft.

Wir wis­sen, dass Armut und Dis­kri­mi­nie­rung krank machen. In unse­rer täg­li­chen Arbeit sehen wir die Fol­gen, wenn Geset­ze, Insti­tu­tio­nen und Meinungsmacher*innen Men­schen aus­gren­zen und Politiker*innen Gel­der im Gesund­heits- und Sozi­al­be­reich kür­zen. Exis­tenz­sor­gen, unsi­che­re Arbeits­be­din­gun­gen und Woh­nungs­lo­sig­keit scha­den der Gesund­heit. Gesetz­lich geschaf­fe­ne Hür­den erschwe­ren die not­wen­di­ge medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung zum Bei­spiel von Asyl­su­chen­den. Ver­mehrt erle­ben wir auch, wie ras­sis­ti­sche Anfein­dun­gen sowohl die von uns unter­stüt­zen Men­schen bedro­hen als auch unse­re Kolleg*innen.

Dabei wis­sen wir: Es wirkt sich posi­tiv auf die Gesund­heit aus, wenn wir Armut und Ungleich­heit bekämp­fen und den Zugang zu Gesund­heits­ver­sor­gung für alle sicher­stel­len. Je gerech­ter ein Land ist, des­to höher ist die Lebens­er­war­tung, des­to gerin­ger ist die Kin­der­sterb­lich­keit und des­to gesün­der füh­len sich Men­schen im Durch­schnitt. Davon pro­fi­tie­ren wir als Gesell­schaft ins­ge­samt – und das muss Ziel poli­ti­scher Ent­schei­dun­gen sein.  

Vor den anste­hen­den Kom­mu­nal- und Land­tags­wah­len appel­lie­ren wir an alle: Set­zen Sie sich mit uns gemein­sam ein für eine Poli­tik, die Men­schen­rech­te schützt, Gesund­heit för­dert, Viel­falt ach­tet und den gesell­schaft­li­chen Zusam­men­halt stärkt.

Aus­gren­zung schwächt die Abwehr­kräf­te. Unser Rezept: Zusam­men­halt. #Gesund­heit­Un­teil­bar

Zum Unter­schrei­ben der Gemein­sa­men Erklä­rung fül­len Sie bit­te die­ses For­mu­lar aus.

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