Gesundheit lässt sich nicht aufrüsten

Unter der sogenannten „Zeitenwende“ wird auch das Gesundheitswesen sicherheits- und verteidigungspolitisch neu ausgerichtet. Krankenhäuser sollen auf den Kriegsfall den Massenanfall von Verwundeten vorbereitet medizinisches Personal in militärische Planungen einbezogen und zivile Versorgungsstrukturen strategisch neu gedacht werden. Was bedeutet die Militarisierung des Gesundheitswesens für Patient*innen, Beschäftigte und das Selbstverständnis von Medizin als zivile, humanitäre Praxis? Wo verläuft die Grenze zwischen Katastrophenschutz und militärischer Nutzung? Und verschärft diese Entwicklung nicht die bestehenden Probleme von Personalmangel, Ökonomisierung und Unterfinanzierung?
Nadja Rakowitz (Verein demokratischer Ärzt*innen) ordnet die aktuellen Entwicklungen ein und beleuchtet ihre Folgen für Versorgung, Arbeitsbedingungen und medizinische Ethik. Im Anschluss laden wir zur gemeinsamen Diskussion ein.

