Krankenhaus

Ärzte-Brandbrief an Asklepios-Klinik

Im Hamburger Klinikkonzern Asklepios sorgt ein Brandbrief von Ärzten für Aufregung. In dem Brief warnen die Ärzte vor der Gefährdung von schwerkranken Patienten. 19 Ärzte der Abteilung für Hämatologie, Onkologie und Stammzell-Transplantion an der Asklepios Klinik St. Georg haben den Brief unterschrieben. Die Abteilung kümmert sich unter anderem um Patienten mit schweren Blut-Erkrankungen.
Sehen Sie den Bericht im NDR hier.

Junge Assistenzärzte unter Druck

"Kontraste"-Bericht (10.12.2015, Rundfunk Berlin-Brandenburg)

Auf der Homepage von Kontraste findet man hier ein längeres Interview mit Ben Wachtler

Im Berufsalltag merken junge MedizinerInnen schnell: Kliniken sind Wirtschaftsunternehmen, sie werden effizient geführt und sollen teilweise hohe Renditen erwirtschaften. Für die Ausbildung der Assistenzärzte hat das Folgen: sie gelten oft als billige "Ersatz-Ärzte", türmen Überstunden auf, Nachweise für die Facharztausbildung werden manipuliert.

Radikale Reform der Krankenhausfinanzierung - Interview mit Nadja Rakowitz

Anders als in anderen Ländern werden in Deutschland Krankenhäuser über Fallpauschalen finanziert  – und zwar komplett, auch die Betriebskosten und zum Teil Investitionen. Diese Ökonomisierung von Gesundheit stellt Ärztinnen, Ärzte und Pflegebeschäftigte vor die Entscheidung, gegen ihr Berufsethos zu verstoßen. Die Pflegekräfte bezahlen dafür mit immenser Arbeitsverdichtung und Stress, Patientinnen und Patienten mit ihrer Gesundheit. Nadja Rakowitz, Leiterin der Geschäftsstelle des Vereins demokratischer Ärztinnen und Ärzte, sagt im Interview, weshalb die Krankenhausfinanzierung radikal geändert werden muss. Die Fraktion DIE LINKE lädt am 16. Oktober 2015 gemeinsam mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung und dem Netzwerk Care Revolution zu einer Konferenz ein, die neue Wege in Gesundheit und Pflege diskutiert.

Lesen Sie das Interview vom 6.10.2015 hier weiter.

Die Gewerkschaft ver.di hat eine Petition für mehr Personal im Krankenhaus gestartet

Hier können Sie unterzeichnen

Initiative PEPP stoppen

KUNDGEBUNG

jeden letzten Freitag im Monat
von Juli bis November 2015, 15:00 Uhr
vor dem Bundesministerium für Gesundheit Berlin, Friedrichstraße 108

PEPP BEDEUTET:

  • Die Errungenschaften der Psychiatriereform aufzugeben
  • Die Rückkehr zu großen Verwahranstalten
  • Mehr Gewalt und Zwang durch Personalabbau
  • Seelische Gesundheit zur Ware zu machen
  • Dokumentieren statt Therapieren

BEHANDLUNG BRAUCHT:

  • Menschen, die Beziehungen aufbauen und Kontinuität bieten
  • Respekt, Wertschätzung, Zeit
  • Bedürfnisorientierung
  • Schutz

WIR FORDERN:

  • den Erhalt der Personal Mindestausstattung (nach Psych-PV)
  • die Erweiterung eines wohnortnahen, fl exiblen Versorgungsangebots
  • ein Vergütungssystem, das den Aufwand angemessen abbildet