Krankenhaus

Junge Assistenzärzte unter Druck

"Kontraste"-Bericht (10.12.2015, Rundfunk Berlin-Brandenburg)

Auf der Homepage von Kontraste findet man hier ein längeres Interview mit Ben Wachtler

Im Berufsalltag merken junge MedizinerInnen schnell: Kliniken sind Wirtschaftsunternehmen, sie werden effizient geführt und sollen teilweise hohe Renditen erwirtschaften. Für die Ausbildung der Assistenzärzte hat das Folgen: sie gelten oft als billige "Ersatz-Ärzte", türmen Überstunden auf, Nachweise für die Facharztausbildung werden manipuliert.

Radikale Reform der Krankenhausfinanzierung - Interview mit Nadja Rakowitz

Anders als in anderen Ländern werden in Deutschland Krankenhäuser über Fallpauschalen finanziert  – und zwar komplett, auch die Betriebskosten und zum Teil Investitionen. Diese Ökonomisierung von Gesundheit stellt Ärztinnen, Ärzte und Pflegebeschäftigte vor die Entscheidung, gegen ihr Berufsethos zu verstoßen. Die Pflegekräfte bezahlen dafür mit immenser Arbeitsverdichtung und Stress, Patientinnen und Patienten mit ihrer Gesundheit. Nadja Rakowitz, Leiterin der Geschäftsstelle des Vereins demokratischer Ärztinnen und Ärzte, sagt im Interview, weshalb die Krankenhausfinanzierung radikal geändert werden muss. Die Fraktion DIE LINKE lädt am 16. Oktober 2015 gemeinsam mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung und dem Netzwerk Care Revolution zu einer Konferenz ein, die neue Wege in Gesundheit und Pflege diskutiert.

Lesen Sie das Interview vom 6.10.2015 hier weiter.

Die Gewerkschaft ver.di hat eine Petition für mehr Personal im Krankenhaus gestartet

Hier können Sie unterzeichnen

Initiative PEPP stoppen

KUNDGEBUNG

jeden letzten Freitag im Monat
von Juli bis November 2015, 15:00 Uhr
vor dem Bundesministerium für Gesundheit Berlin, Friedrichstraße 108

PEPP BEDEUTET:

  • Die Errungenschaften der Psychiatriereform aufzugeben
  • Die Rückkehr zu großen Verwahranstalten
  • Mehr Gewalt und Zwang durch Personalabbau
  • Seelische Gesundheit zur Ware zu machen
  • Dokumentieren statt Therapieren

BEHANDLUNG BRAUCHT:

  • Menschen, die Beziehungen aufbauen und Kontinuität bieten
  • Respekt, Wertschätzung, Zeit
  • Bedürfnisorientierung
  • Schutz

WIR FORDERN:

  • den Erhalt der Personal Mindestausstattung (nach Psych-PV)
  • die Erweiterung eines wohnortnahen, fl exiblen Versorgungsangebots
  • ein Vergütungssystem, das den Aufwand angemessen abbildet

Liebe Kolleginnen und Kollegen an Charité,

„Mehr von uns ist besser für alle“ – Euer geniales Motto trifft es ins Schwarze. Mehr von Euch und wir könnten viel mehr erreichen – nicht nur gesundheits- sondern auch gesellschaftspolitisch!

Wir, die demokratischen Ärztinnen und Ärzte verfolgen Eure Auseinandersetzung seit langem mit großem Respekt und wir begrüßen es sehr, dass Ihr die Frage nach ausreichendem Personal im Krankenhaus ins Zentrum Eurer Tarifverhandlung stellt. Und wir bewundern, wie Ihr es schafft, so viele Kolleginnen und Kollegen zu motivieren, sich für dieses Ziel einzusetzen und zu engagieren.

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