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SUMMARY:Online-Fortbildung: Wer aber vom Kapitalismus nicht reden will\, sollte auch vom Krieg schweigen
DESCRIPTION:Was Max Hork­hei­mer einst vom Faschis­mus gesagt hat\, muss man unse­res Erach­tens auch auf den Krieg bezie­hen. Die kapi­ta­lis­ti­schen Gesell­schaf­ten sind bestimmt von einer Öko­no­mie\, die von Kon­kur­renz getrie­ben ist um die höchs­ten Gewin­ne. Der moder­ne Staat ist nicht neu­tral oder unab­hän­gig gegen­über sei­nen gesell­schaft­li­chen Grund­la­gen. Krieg als eine Mög­lich­keit der Lösung von Kri­sen gehört zur Gewalt­sam­keit die­ser Form der Ver­ge­sell­schaf­tung. Wenn wir also Krieg ver­hin­dern wol­len\, müs­sen wir uns mit der struk­tu­rel­len Gewalt unse­rer Gesell­schaft aus­ein­an­der­set­zen und nach ande­ren Ver­ge­sell­schaf­tungs­for­men stre­ben. \nTeil der Online-Fort­bil­dungs­rei­he „Mili­ta­ri­sie­rung und Gesund­heit“ des IPPNW \nJeden ers­ten Mitt­woch im Monat laden wir Sie zu einem Online-Vor­trag ein. Zur Spra­che kom­men ver­schie­de­ne Aspek­te der Mili­ta­ri­sie­rung des Gesund­heits­we­sens. \nDie­se hier ist eine Gast­ver­an­stal­tung des Ver­eins demo­kra­ti­scher Ärzt*innen mit Bern­hard Win­ter & Nad­ja Rako­witz
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SUMMARY:Fortbildung: Akutversorgung nach sexualisierter Gewalt in Berlin
DESCRIPTION:Jede sechs­te Frau erlebt ein­mal in ihrem Leben einen sexu­el­len Über­griff. Betrof­fe­ne erle­ben Scham\, Schuld­ge­füh­le oder gro­ße Unsi­cher­heit. Umso wich­ti­ger ist ein respekt­vol­ler\, zuge­wand­ter Umgang\, der Sicher­heit ver­mit­telt und die Selbst­be­stim­mung stärkt. \nDie Ver­an­stal­tung bie­tet eine ver­tie­fen­de Aus­ein­an­der­set­zung mit dem The­men­feld sexua­li­sier­te Gewalt (Zah­len\, Fak­ten und Mythen) und gibt einen aktu­el­len Über­blick über Ver­sor­gungs­op­tio­nen in Ber­lin. Dazu gehö­ren unter ande­rem die Ver­trau­li­che Spu­ren­si­che­rung (VSS) sowie die poli­zei­lich beauf­trag­te Spu­ren­si­che­rung (PSS). \nDie Ver­sor­gung nach sexua­li­sier­ten Gewalt­er­fah­run­gen erfor­dert eine trau­ma­in­for­mier­te Hal­tung\, kla­re Abläu­fe und ver­läss­li­che Struk­tu­ren. Wir ver­mit­teln Ihnen pra­xis­na­he Grund­la­gen für den pro­fes­sio­nel­len Umgang mit Betrof­fe­nen. Dar­über hin­aus erhal­ten Ein­rich­tun­gen kon­kre­te Infor­ma­tio­nen dazu\, wie VSS ange­bo­ten wer­den kann\, wel­che Vor­aus­set­zun­gen erfüllt sein müs­sen und wel­che struk­tu­rel­len sowie orga­ni­sa­to­ri­schen Abläu­fe not­wen­dig sind. \nZiel ist es\, Sie und Ihre Ein­rich­tun­gen dar­in zu stär­ken\, Betrof­fe­ne sicher\, sen­si­bel und hand­lungs­fä­hig zu beglei­ten. \n  \nFort­bil­dungs­ter­min: Mitt­woch\, 10. Juni 2026\, 16:30 – 19:30 Uhr \nOrt: Ärz­te­kam­mer Ber­lin (Fried­rich­stra­ße 16\, 10969 Ber­lin) \nFort­bil­dungs­punk­te wur­den bei der Ärz­te­kam­mer Ber­lin bean­tragt. \nAnmel­dung:  Online Anmel­dung \noder: S.I.G.N.A.L. e.V.\nKoor­di­nie­rungs- und Inter­ven­ti­ons­stel­le\nCéli­ne Simon: simon@signal-intervention.de \nWei­te­re Infor­ma­tio­nen fin­den Sie im Anhang. Bei Fra­gen bin ich ger­ne für Sie da. \n  \nIm Jahr 2026 sind zwei wei­te­ren Ter­mi­ne (jeweils von 16:30 bis 19:30 Uhr in der Ärz­te­kam­mer Ber­lin) geplant\, hier kön­nen Sie sich anmel­den. \n07.10.2026: „Ich kann sie doch nicht ein­fach fra­gen?! Acht­sam über Gewalt spre­chen“\n09.12.2026: ” Betrof­fe­ne mit Be_hinderung“ \nIm die­sen Jahr fin­den außer­dem Ter­mi­ne für die Basis­fort­bil­dung statt. Wenn Sie dar­an Inter­es­se haben\, hier erhal­ten Sie wei­te­re Infor­ma­tio­nen.  \nMit freund­li­chen Grü­ßen \nCéli­ne Simon \nFly­er zur Ver­an­stal­tung
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SUMMARY:Vortrag: Militarisierung im Gesundheitswesen
DESCRIPTION:MILITARISIERUNG IM GESUNDHEITSWESEN\nImpuls­vor­trag von Nad­ja Rako­witz\nGeschäfts­füh­re­rin Ver­ein demo­kra­ti­scher Ärzt*innen mit anschlie­ßen­der Dis­kus­si­onWir wer­den euch nicht hel­fen kön­nen \nIm Kriegs­fall wür­den auto­ma­tisch Not­stands­ge­set­ze in Kraft tre­ten\, die weit­rei­chen­de Grund­rechts­ein­schrän­kun­gen wie Dienst­ver­pflich­tun­gen mög­lich machen.\nGesund­heits­fach­kräf­ten droht ein Rol­len­kon­flikt\, wenn sie in mili­tä­ri­sche Struk­tu­ren ein­ge­bun­den wer­den.\nTria­ge im Krieg ori­en­tiert sich an der Auf­recht­erhal­tung der „Kriegs­fä­hig­keit”: Die Behand­lung von Soldat*innen hät­te Prio­ri­tät vor zivi­len Patient*innen. Ins­be­son­de­re leicht ver­letz­te Soldat*innen wür­den bevor­zugt ver­sorgt\, um sie schnell wie­der ein­satz­fä­hig zu machen. Die­se soge­nann­te „Rever­se Tria­ge” wür­de eine grund­le­gen­de Umkehr der ethi­schen Prin­zi­pi­en der Medi­zin bedeu­ten. \n  \nFly­er:
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LOCATION:Gewerk­schafts­haus Regens­burg\, Richard-Wagner Straße 2\, Regensbrg\, 93055
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SUMMARY:Fachtagung: Die Zukunft der Pharmazie in einer solidarischen Gesellschaft
DESCRIPTION:Ort: Müns­ter und Online \n  \nDie Tagung steht unter dem The­ma: \n„Die Zukunft der Phar­ma­zie in einer soli­da­ri­schen Gesell­schaft“ \nIm Mit­tel­punkt ste­hen aktu­el­le gesund­heits­po­li­ti­sche und phar­ma­zeu­ti­sche Her­aus­for­de­run­gen rund um die patient:innenorientierte Ver­sor­gung\, die Zukunft der Apo­the­ke sowie die Wei­ter­ent­wick­lung der Appro­ba­ti­ons­ord­nung. \nFreu­en Sie sich auf span­nen­de Bei­trä­ge und Dis­kus­sio­nen mit: \n\nVere­na Ben­te­le\, Prä­si­den­tin des Sozi­al­ver­bands VdK (Video­gruß­wort)\nMathi­as Arnold\, Vor­sit­zen­der des Apo­the­ker­ver­ban­des Sach­sen-Anhalt\nHein­rich Que­cken­berg\, Apo­the­ken­lei­ter aus Gel­sen­kir­chen\nVertreter:innen des Bun­des­ver­bands der Phar­ma­zie­stu­die­ren­den Deutsch­lands (BPhD)\nVertreter:innen von Apo­the­ker ohne Gren­zen (AoG)\n\nAm Nach­mit­tag ver­tie­fen inter­ak­ti­ve World­ca­fés die The­men sozia­le Teil­ha­be\, Ver­sor­gungs­ge­rech­tig­keit und die zukünf­ti­ge Aus­rich­tung der Phar­ma­zie. \nOrt:\nJugend­gäs­te­haus Müns­ter\nBis­marck­al­lee 31\n48151 Müns­ter \nEine Online-Teil­nah­me ist eben­falls mög­lich und kos­ten­los. \nDie Ver­an­stal­tung ist von der AKWL mit 7 Fort­bil­dungs­punk­ten akkre­di­tiert!! \nWei­te­re Infor­ma­tio­nen im Anhang und Anmel­dung unter:\nhttps://www.vdpp.de/termine/mv-und-fachtagung-2026/ \nFly­er-VdPP-Fach­ta­gun­g2026
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LOCATION:Jugend­gäs­te­haus Müns­ter\, Bismarckallee 31\, Münster\, 48151\, Germany
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SUMMARY:"Wir werden Euch nicht helfen können" - Konsequenzen der Kriegsvorbereitung für Patienten und medizinisches Personal
DESCRIPTION:Dazu laden wir Sie und Ihre Mitarbeiter*innen herz­lich ein. \nDen Vor­trag wird Frau Dr. Nad­ja Rako­witz\, Geschäfts­üh­re­rin des Ver­eins demo­kra­ti­scher Ärzt*innen\, hal­ten. \nIn der Bun­des­re­pu­blik lau­fen die größ­ten Kriegs­vor­be­rei­tun­gen seit dem Ende des zwei­ten Welt­kriegs. Das Gesund­heits­we­sen ist Teil des Ope­ra­ti­ons­plans Deutsch­land\, in dem – auf über 1000 Sei­ten – die Uber­füh­rung aller gesell­schaft­li­chen Berei­che in den Kriegs­zu­stand geplant ist. Wir war­nen vor den Kon­se­quen­zen\, die die­se Aus­rich­tung für Bevöl­ke­rung und medi­zi­ni­sches Per­so­nal haben wird. Was Krieg bedeu­tet\, sagt man uns nicht: Ver­let­zun­gen\, Leid und Tod\, Elend. \nWir sagen NEIN zu allen Kriegs­vor­be­rei­tun­gen! Wir for­dern\, alles dafür zu tun\, Krie­ge zu ver­hin­dern!
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LOCATION:MGH in Via\, Danziger Str. 45d\, Rostock\, Mecklenburg-Vorpommern\, 18107\, Germany
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SUMMARY:Militarisation of Health Care Systems in the Netherlands and in Germany
DESCRIPTION:Open Lec­tu­re and Dis­cus­sion \nMili­ta­ri­sa­ti­on has beco­me a cen­tral poli­ti­cal issue across Euro­pe\, and many govern­ments are inves­t­ing hea­vi­ly in mili­ta­ry spen­ding. Lar­ge amounts of public money are going into defence – and are and will be miss­ing in the health sec­tor. Using the Net­her­lands and Ger­ma­ny as examp­les\, we aim to show how\, on the one hand\, mili­ta­ri­sa­ti­on is trans­forming the health­ca­re sys­tem and\, on the other hand\, how mili­ta­riza­ti­on and rear­ma­ment are lea­ding to a shorta­ge of funds for public ser­vices\, inclu­ding the health­ca­re sys­tem. We will dis­cuss the impli­ca­ti­ons for pati­ents and staff\, as well as ways of resis­ting the­se chan­ges. \nSpea­k­ers \n\nIntro­duc­tion on behalf of IAHPE –  Fer­ide Aksu Tanık (Pro­fes­sor of Public Health\, reti­red from Ege Uni­ver­si­ty\, Facul­ty of Medi­ci­ne\, Depart­ment of Public Health and Hono­ra­ry Pre­si­dent IAHPE)\nThe health and health­ca­re cos­ts of rear­ma­ment in the Net­her­lands –  Ari­an­na Rotu­lo (Assistant Pro­fes­sor – Health Poli­cy and Health Sys­tems Rese­arch Cir­cu­lar Socie­ty and Eco­no­my\, Uni­ver­si­ty of Gro­nin­gen\, the Net­her­lands\, Exe­cu­ti­ve Board Mem­ber IAHPE)\nMili­ta­ri­sa­ti­on of the Health Care Sys­tem in Ger­ma­ny –  Nad­ja Rako­witz (Exe­cu­ti­ve Direc­tor of the Asso­cia­ti­on of Demo­cra­tic Doc­tors\, Ger­ma­ny\, Exe­cu­ti­ve Board Mem­ber IAHPE)\nIAH­PE-State­ment on the pro­po­sal for a Euro­pean Health Defence Agen­cy –  Karl Puch­ner (Lecturer/Postdoctoral rese­ar­cher Labo­ra­to­ry of Pri­ma­ry Health Care\, Gene­ral Medi­ci­ne and Health Ser­vices Rese­arch\, Facul­ty of Health Sci­en­ces\, School of Medi­ci­ne\, Aris­tot­le Uni­ver­si­ty of Thes­sa­lo­ni­ki\, Greece and Exe­cu­ti­ve Board Mem­ber IAHPE)\n\nOnline strea­ming: \nhttps://authgr.zoom.us/j/97593952143 \nEven orga­nisers: \nInter­na­tio­nal Asso­cia­ti­on for Health Poli­cy in Euro­pe (IAHPE) and Asso­cia­ti­on of Demo­cra­tic Doc­tors\, Ger­ma­ny \n 
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SUMMARY:Militarisierung des Gesundheitswesens
DESCRIPTION:mit *Nad­ja Rako­witz \n\nWas ist geplant für das Gesund­heits­we­sen?\nWel­che Aus­wir­kun­gen auf unse­re Gesund­heits­ver­sor­gung sind zu erwar­ten?\nWas bedeu­ten die­se Pla­nun­gen für die Beschäf­tig­ten im Gesund­heits­we­sen?\nWas folgt aus der Mili­ta­ri­sie­rung der Gesell­schaft: mehr Sicher­heit?\nFrie­dens­fä­hig wer­den statt kriegs­tüch­tig\, um den Frie­den zu sichern? Wie könn­te das gehen?\n\nEine Dis­kus­si­ons­ver­an­stal­tung von ver.di Ruhr-West und dem Ober­hau­se­ner Bünd­nis für eine men­schen­wür­di­ge Gesund­heits­ver­sor­gung\, unter­stützt von der Ober­hau­se­ner Frie­dens­in­itia­ti­ve
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SUMMARY:Rechnet sich das? Reformen\, Finanzierung und die Zukunft des Gesundheitssystems
DESCRIPTION:Ein Gespräch mit \n\nProf. Andre­as Umgel­ter\nProf. Boris Augurz­ky\n\nam: 25.06.2026\, 18 Uhr\, im Salon am Moritz­platz\, Ber­lin \nWir wol­len uns mit­tels drei Fra­gen den zen­tra­len Ver­än­de­run­gen im Gesund­heits­we­sen nähern. \n\n\n\nWer finan­ziert unse­re Gesund­heit?\nWas wird bezahlt?\nWie soll sich die Land­schaft der Gesund­heits­ver­sor­gung ver­än­dern?\n\nIn den letz­ten Jahr­zehn­ten wur­de das Den­ken über Gesund­heit zuneh­mend öko­no­mi­siert. Bis in die 70er Jah­re stand der Aus­bau der Ver­sor­gung im Mit­tel­punkt\, 1972 wur­de das Kran­ken­haus­fi­nan­zie­rungs­ge­setz mit einem simp­len Satz ein­ge­führt: Die not­wen­di­gen Kos­ten eines Kran­ken­hau­ses wer­den erstat­tet. So huma­nis­tisch die­ses Modell auch war\, es kam mit der Kon­se­quenz\, dass die Kos­ten der GVK des­sen Ein­nah­men über­tra­fen. Reak­ti­on dar­auf waren Kos­ten­dämp­fungs­ge­set­ze. Die Ein­füh­rung der frei­en Kran­ken­kas­sen­wahl ver­stärk­te Wett­be­werbs­ten­den­zen. Es wur­de zuneh­mend bud­ge­tiert\, pri­va­ti­siert und Kran­ken­häu­ser immer betriebs­wirt­schaft­li­cher gesteu­ert. In den 1990ern wur­den Tages­sät­ze ein­ge­führt\, für jeden Tag\, den ein*e Patient*in im Kran­ken­haus lag\, bekam das Haus eine fixe Sum­me Geld. \nDer gro­ße Umschwung kam mit der Ein­füh­rung der Fall­pau­scha­len Anfang der 2000er. Das Ver­gü­tungs­sys­tem wur­de auf den Kopf gestellt. Kran­ken­häu­ser bekom­men seit­dem einen fixen Betrag für eine spe­zi­fi­sche Behand­lung\, unab­hän­gig davon\, wie lan­ge die Patient*innen blei­ben. Der bis­he­ri­ge Gip­fel der Öko­no­mi­sie­rung des Gesund­heits­we­sens mit dem Vor­satz der leis­tungs­ori­en­tier­ten Ver­gü­tung. Doch die Zie­le Effi­zi­enz und finan­zi­el­le Sta­bi­li­tät wur­den von Mas­sen­ent­las­sun­gen\, Fehl­an­rei­zen und Über­las­tung beglei­tet. \nNun sind wir in der Gegen­wart und sozu­sa­gen in der Post-Lau­ter­bach Ära ange­langt. Die­ser hat 2024 eine Reform mit dem ein­präg­sa­men Namen Kran­ken­haus­ver­sor­gungs­ver­bes­se­rungs­ge­setz durch­ge­setzt\, kurz KHVVG. Dar­auf auf­bau­end wur­den seit­dem immer wei­te­re Refor­men hin­zu­ge­fügt\, Nach­bes­se­run­gen\, wenn man dar­an glau­ben möch­te. Die gro­ßen Zie­le sei­en Öko­no­mi­sie­rung abbau­en\, Behand­lungs­qua­li­tät und Spe­zia­li­sie­rung aus­bau­en. \nDoch nun zur ers­ten Fra­ge: Wer finan­ziert unse­re Gesund­heit? Für das KHVVG wur­de der Trans­for­ma­ti­ons­fond erschaf­fen\, 50 Mil­li­ar­den Euro über 10 Jah­re\, zur Hälf­te von den Län­dern und zur Hälf­te vom Bund finan­ziert. Der Bund will sei­nen Teil haupt­säch­lich aus dem Gesund­heits­fond der gesetz­li­chen Kran­ken­kas­sen neh­men. \nZwei­tens: Was wird bezahlt? Hier geht es jetzt um den Kern­in­halt Lau­ter­bachs Reform: Nicht mehr aus­schließ­lich Fall­pau­scha­le son­dern Vor­hal­te­fi­nan­zie­rung. Auf Deutsch also: Kran­ken­häu­ser sol­len nicht mehr nur nach durch­ge­führ­ter Behand­lung bezahlt wer­den\, son­dern für das Vor­hal­ten von Kapa­zi­tä­ten und Qua­li­täts­kri­te­ri­en. Damit soll der Ein­fluss öko­no­mi­schen Den­kens auf die medi­zi­ni­sche Behand­lung und so auch Fehl­an­rei­ze mini­miert wer­den. Klingt wie die logisch rich­ti­ge Reak­ti­on auf die Schä­den der letz­ten Jah­re. Beim Sezie­ren der Reform sticht jedoch ins Auge\, dass sie eher auf der Grund­la­ge einer Umstruk­tu­rie­rung der finan­zi­el­len Anrei­ze beruht. Daher zu Fra­ge drei: \nWie soll sich die Land­schaft der Gesund­heits­ver­sor­gung ver­än­dern? Die Theo­rien sind viel­fäl­tig\, sie rei­chen von Kli­nik­schlie­ßun­gen im gro­ßen Zie­le bis hin zu einer Ver­staat­li­chung der pri­va­ten Gesund­heits­ver­sor­gung. Die aktu­el­len Refor­men wer­den Fol­gen­des mit sich brin­gen: Leis­tungs­grup­pen und Vor­hal­te­fi­nan­zie­rung sol­len Spe­zia­li­sie­rung und Qua­li­tät för­dern. Um sich für eine gewis­se Leis­tungs­grup­pe zu qua­li­fi­zie­ren\, muss ein Kran­ken­haus Anfor­de­run­gen wie Anzahl spe­zia­li­sier­ter Ärzt*innen\, Fall­zah­len\, tech­ni­sche Aus­stat­tung erfül­len. Die Fol­ge: Gro­ße Kran­ken­häu­ser wer­den häu­fig gestärkt\, klei­ne Kran­ken­häu­ser ver­lie­ren Leis­tungs­grup­pen und sol­len sich haupt­säch­lich auf Grund­ver­sor­gung spe­zia­li­sie­ren\, oder eben die Pfor­ten schlie­ßen. \nAnhand die­ser Fra­gen möch­ten wir mit Prof. Augurz­ky und Prof. Umgel­ter kon­struk­tiv dis­ku­tie­ren\, wel­che rea­len Fol­gen aus der Kran­ken­haus­re­form erwach­sen und was wir trotz­dem anders machen soll­ten.
URL:https://www.vdaeae.de/veranstaltung/rechnet-sich-das-reformen-finanzierung-und-die-zukunft-des-gesundheitssystems/
LOCATION:Salon am Moritz­platz\, Oranienstraße 58\, Berlin\, Berlin\, 10969\, Germany
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